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Zweite stadtPARTHEland-Vollversammlung am 24.03.2017 in Leipzig-Plaußig

Unserer Einladung zur zweiten Vollversammlung ins Rittergut Plaußig bei Leipzig folgten zahlreiche Personen aus der Region. Zur Halbzeit des Forschungsvorhabens (Laufzeit bis September 2019) präsentierten und diskutierten wir den aktuellen Arbeitsstand verschiedener Teilprojekte von stadt PARTHE land. Schwerpunkt der Vollversammlung waren die Themen

Die rund 40 Teilnehmer wurden von Prof. Dr. Catrin Schmidt und Dr. Anna Catharina Voges herzlich begrüßt. Florian Etterer gab daraufhin einen allgemeinen Überblick über die bisherigen Aktivitäten im Forschungsvorhaben.
Download: Präsentation Rückblick

vollversammlung2017

Foto: Rückblick von Florian Etterer

Der Arbeitsstand bei der Verwertung von Reststoffen aus der Kulturlandschaftspflege wurde von Nadine Zimmer und Torsten Schmidt-Baum näher beleuchtet. Die durchgeführte Potenzial- und Akteursanalyse stellte dar, dass durchaus Potenziale im Hinblick auf die Verwertung von Laub, Reisig und weiterem Halmgut bestehen. Gleichzeitig wurde aber deutlich, dass eine Verbundlösung zur optimierten Verwertung von Reststoffen aktuell nicht erreicht werden kann. Chancen bestehen viel mehr in der dezentralen und individuellen Etablierung von Biomeilern und innovativer Systeme für die energetische Verwertung von Laub.
Download: Präsentation Reststoffe & Kurzbeschreibung Arbeitsstand Reststoffe

Axel Weinert stellte den aktuellen Stand im Teilprojekt Pflege und Umbau von linearen und kleinflächigen Flurgehölzen vor. Im Partheland ist bei den Flurgehölzen ein erheblicher Pflegestau erkennbar der zur Verarmung des Arteninventars und zur Vergreisung vieler Flurgehölzstrukturen bis hin zu deren Absterben führt. Daher wird eine Verbundlösung für eine langfristige Bewirtschaftung von Gehölzen des Offenlandes (Hecken, Baumreihen, etc.) angestrebt, sodass deren Funktionen (Lebensraum, Wind- und Erosionsschutz) und ihre landschaftsästhetische Wirkung dauerhaft erhalten bleiben. Im Rahmen der Erfassung wurde deutlich, dass Handlungsbedarf vor allem bei Pappelbeständen und Obstbaumreihen besteht. Momentan überwiegen jedoch zahlreiche Hemnisse (ungeklärte Zuständigkeiten, Konflikte mit angrenzenden Nutzungen, komplexe rechtliche Rahmenbedingungen, etc.) und verhindern die Realisierung einer Verbundlösung. In den nächsten Monaten konzentrieren sich die Bemühungen daher auf die Umsetzung eines Pilotprojektes um die Positiveffekte (Kosteneffizienz, Funktionserhalt) einer koordinierten Pflege zu verdeutlichen und die Teilnahmebereitschaft unter den Landnutzern zu erhöhen.
Download: Präsentation Flurgehölze & Kurzbeschreibung Arbeitsstand Flurgehölze

Abschließend wurde der Arbeitsstand zur Naturschutzorientierten Grünlandbewirtschaftung vorgestellt. Sascha Fritzsch erklärte zunächst die naturschutzfachliche und landeskulturelle Bedeutung von Wiesen und Weiden im Partheland. Mittlerweile sind nur noch an wenigen Standorten im Partheland höherwertige Grünlandbestände zu beobachten und insgesamt ist ein negativer Trend hinsichtlich der Artenausttatung zu beobachten. Die klassische, landwirtschaftliche Nutztierhaltung im Partheland ist stark rückläufig. Grünlandflächen werden aber zunehmend als Weide- oder Mahdflächen für die Pferdehaltung genutzt. Dank der Popularität des Reitsports besteht in Großstadtnähe weiterhin eine hohe Nachfrage nach Grünland. Somit besteht keine Gefahr hinsichtlich der Verbrachung dieser Flächen. Jedoch ist eine Veränderung des Bewirtschaftungsregimes (Mahdtermineetc.) und und in der Konsequenz auch der Artenzusammensetzung zu beobachten.
Auf der Basis eines Rahmenkonzeptes m wurden Bewirtschaftungs­empfehlungen und Schlüsselprojekte definiert welche die Grundlage für den nun zu intensivierenden Dialog mit Landnutzern und Fachbehörden darstellen. Am 18. Mai ist in diesem Zusammenhang ein Runder Tisch geplant. Im Oktober folgt außerdem noch eine Parthelandküche.
Download: Präsentation Grünland & Kurzbeschreibung Arbeitsstand Grünland

Der abschließende Ausblick von Florian Etterer stellt das bevorstehende Jahr mit seinen Veranstaltungen und Höhepunkten vor. Im Mittelpunkt der fachlichen Bearbeitung steht in den nächsten Monaten die Entwicklung eines wirksamen Kulturlandschaftsmanagements. In Form eines sogenannten Innovationskonzeptes (= Umsetzungskonzept) werden für das Partheland Empfehlungen und Schritte zur Optimierung des Kulturlandschaftsmanagements dargestellt. Zur nächsten Vollversammlung (Frühjahr 2018) wird ein erster Entwurf vorgestellt und diskutiert.
Download: Präsentation Ausblick

Eine umfangreichere Dokumentation der Vollversammlung finden sie hier.