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Kulturlandschaften sind vielfältig und vielgestaltig. Ihre jeweiligen Charakterzüge und Alleinstellungsmerkmale werden in Fachkreisen als Eigenart bezeichnet. Im Dresdner Elbtal sind dies z.B. die steilen Weinhanglagen und im Spreewald mitunter die vielen Fließe (Kanäle), aber auch die typische Architektur in Holzblockbauweise. Trotz der Verschiedenheit von Kulturlandschaften sind wir von stadt PARTHE land der Meinung, dass im Hinblick auf das Kulturlandschaftsmanagement, also Aktivitäten zum Schutz, zur Pflege, zur Entwicklung und Inwertsetzung von Kulturlandschaft, durchaus eine Übertragbarkeit gegeben ist. Im Rahmen unseres Forschungsvorhabens haben wir für das Kulturlandschaftsmanagement einen Ordnungsvorschlag entwickelt, den wir mit den drei Begriffen Makeln, Bewirtschaften und Zeigen umschreiben.

Um die Übertragbarkeit dieses Ansatzes zu prüfen, lud unser Forschungsverbund am 05. April zur Fachtagung Kulturlandschaftsmanagement nach Leipzig ein. Unterstützt wurden wir dabei vom Arbeitskreis Landschaftskultur der DGGL. Begrüßt wurden die rund 70 Teilnehmer durch Rüdiger Dittmar, Amtsleiter des Amts für Stadtgrün und Gewässer der Stadt Leipzig. Durch die Tagung leiteten Prof. Adrian Hoppenstedt und Udo Woltering (Sprecher DGGL-Arbeitskreis Landschaftskultur). Die Illustratorin Johanna Benz dokumentierte die Vorträge und Diskussionen mit einem Graphic Recording.

Johanna Benz bei der Arbeit

Sechs Vorträge eröffneten Einblicke in die Aktivitäten und Erfahrungen mit Kulturlandschaftsmanagement in verschiedenen Regionen Deutschlands.

Florian Etterer:
Stadt und Land – Kulturlandschaftsmanagement im Partheland bei Leipzig

(c) Johanna Benz (http://graphicrecording.cool/)

Die Erfahrungen aus stadt PARTHE land bildeten den thematischen Einstieg in die Tagung. Florian Etterer verdeutlichte zunächst am Beispiel des Parthelandes warum gerade in Stadt-Umland-Räumen ein Kulturlandschaftsmanagement wichtig ist. Anhand von Beispielen aus dem Forschungsvorhaben erklärte er die Inhalte eines Kulturlandschaftsmanagements und ordnete sie dem Makeln, Bewirtschaften und Zeigen zu. Abschließend folgte eine Zusammenfassung der wichtigsten Voraussetzungen für ein gelingendes Kulturlandschaftsmanagement.

Kulturlandschaftsmanagement erläutert von Florian Etterer

Prof. Gerd Aufmkolk:
Der Regionalpark als Instrument der Kulturlandschaftsentwicklung

Prof. Gerd Aufmkolk begann seinen Vortrag mit der Beschreibung der Entstehung von Kulturlandschaften durch das gestaltende Wirken des Menschen. Dies begann im Grunde mit der Sesshaftwerdung der Menschen durch den Ackerbau. Erste planende und ordnende Ansätze der nach Eigentumsverhältnissen aufgeteilten Landschaft erfolgten bereits zu Beginn des 19. Jahrhunderts (Josef von Hazzi (1818): Arrondierungsplan für das Dorf Freimann). Seit der Industrialisierung wurden dann zunehmend auch technische Bauwerke zum Teil von Kulturlandschaft und in den letzten Jahren entstehen insbesondere durch die Energiewende landschaftliche Veränderungen. In Zukunft werden weitere Veränderungen z. B. durch veränderte Nahrungsmittelproduktion (Schweine in Hochhäusern, künstliches Fleisch) und unsere Essgewohnheiten zu Landschaftswandel führen.

(c) Johanna Benz (http://graphicrecording.cool/)

 

In verschiedenen europäischen Stadtregionen entstanden Landschaftsparks, die versuchen die Freiraumentwicklung entsprechend der Belange der Naherholung, der Raumgestaltung oder dem Erhalt des Kulturerbes zu organisieren. Sie entwickeln eine urbane Landschaft für die regionale Bevölkerung, bilden Identität und einen positiven Standortfaktor. Prominente Beispiele sind der Emscher Landschaftspark im nördlichen Ruhrgebiet oder der Regionalpark Rhein-Main.

In seiner langjährigen Tätigkeit erarbeitete Prof. Aufmkolk Pläne und Konzepte für verschiedene Regionen (z. B. Kölner Grüngürtel) und konnte beobachten wie im Laufe der Zeit daraus verschiedene Maßnahmen realisiert wurden.

In den letzten Jahren setzt er sich für die Gründung des Regionalparks Pegnitz Rednitz Regnitz im Nürnberger Raum ein. Dies wäre der erste bayerische Regionalpark.

 

Nicolas Liebig:
Wald – Wasser – Weide. Augsburger Kulturlandschaftsgeschichten

Nicolas Liebig verdeutlichte als Geschäftsführer des Landschaftspflegeverbandes Augsburg zunächst die Grundsätze, Aufgaben und Arbeitsweise des Deutschen Verbandes für Landschaftspflege (= Dachverband der deutschen Landschaftspflegeverbände).

Kulturlandschaften sind nach seiner Definition Räume, die durch eine vor- und frühmoderne bäuerliche Nutzung geprägt wurden und noch heute artenreiche Pflanzenformationen und Strukturen aufweisen (Qualitativer Ansatz; siehe Wikipedia).

Die Kulturlandschaft(en) um Augsburg sind geprägt von der Wechselwirkung zwischen der Stadt und dem Umland. Dies schildert Nicolas Liebig an drei Beispielen (Wald – Wasser – Weide):

1) Die südlich der Stadt gelegene Lechheide war bis Mitte des 19. Jahrhunderts eine wichtige Sommerweide für Wanderschäfer aus ganz Süddeutschland.

2) Augsburg ist heute der zweitgrößte kommunale Waldbesitzer in Deutschland. Aus Quellen im Augsburger Stadtwald (= Umland) wurde über ein System von künstlichen Fließgewässern Wasser in die Stadt geleitet, das auch heute noch einen wichtigen Beitrag zur Wasserversorgung der Stadt leistet. Ein Schmuckbrunnen, verziert mit vier Flussgöttern verdeutlicht die Bedeutung dieser Stadtwaldbäche. Denn neben den drei natürlichen Gewässern Lech, Wertach und Singold werden auch die Brunnenbäche als Flussgottheit abgebildet.

3) Die Meringer Au vor den Toren Augsburgs war die bekannteste Mastzone für ungarische Ochsen, die in großen Herden entlang der Donau bis nach Süddeutschland getrieben wurden.

(c) Johanna Benz (http://graphicrecording.cool/)

Durch diese Nutzungen gestaltete der Mensch artenreiche Lebensräume. Der LPV Augsburg bemüht sich um den Erhalt dieses Artenreichtums durch verschiedenste Projekte und Maßnahmen. Als Makler unterstützt er Wanderschäfer bei der Kulturlandschaftspflege und Fleischvermarktung, eine eigenständige Webseite verknüpft mit QR-Codes an den Gewässern zeigt deren kulturlandschaftliche Bedeutung und seit 2007 bewirtschaftet der LPV die Umweltstation Augsburg, welche bald ein neues Umweltbildungszentrum erhalten wird.

 

Mike Jessat:
Es muss nicht immer Afrika sein.
Kulturlandwildnis – BIG FIVE in der Bergbaufolgelandschaft

„Am Anfang stand die Unzufriedenheit… Naturkundemuseen sind Sterbebegleiter“.

Dies waren die einleitenden Worte von Mike Jessat, Direktor des naturkundlichen Museums Mauritianum in Altenburg. Die Sammlungen des Museums nahmen bereits 1817 ihren Ursprung und seit 2007 ist das Museum (wieder) in Trägerschaft der Naturforschenden Gesellschaft Altenburg e.V. (NfGA). Zu diesem Zeitpunkt wurden die musealen Aufgaben Sammeln/Forschen/Bilden um Gestalten erweitert. Mehrere Projekte zur Entwicklung von Natur und Landschaft wurden daraufhin durch das Museum umgesetzt und hierfür ein Netzwerk verschiedener Einrichtungen aufgebaut. Das Zeigen im Museum wird heute durch Aktivitäten des Makelns (Betrieb von drei Natura2000-Stationen) und des Bewirtschaftens (eigener Landwirtschaftsbetrieb mit Projektflächen bei Altenburg, Rudolstadt, Greiz und Zeitz) ergänzt.

(c) Johanna Benz (http://graphicrecording.cool/)

Ziel der meisten Naturschutzprojekte der NfGA ist durch den Einsatz von großen Weidetieren (Big Five: Heckrinder, Wildpferde, Esel, Wisent und Wasserbüffel) die Landschaft wieder in Bewegung zu bringen. Dadurch werden offene Bodenflächen und frühe Sukzessionsstadien immer wieder neu geschaffen, wovon eine Vielzahl stark gefährdeter Arten profitieren.

Aktuell engagiert sich das Museum an der Schaffung eines Biotopverbundsystems durch und für Großweidetiere zwischen den ehemaligen und aktiven Abbauflächen in der Bergbaufolgelandschaft im Süden von Leipzig. Dies erfordert bislang umfangreiche Abstimmungen mit Vertretern von 3 Bundesländern, 3 Landkreisen, 3 Bergämtern, Betreibern, usw. (Makeln). Die Umsetzung muss in kleinen Schritten erfolgen, da viele Flächen noch nicht zur Verfügung stehen. Ein erster Schritt konnte im Thüringer Teil bereits in die Tat umgesetzt werden: Seit 2017 wird eine 170 ha große Weidelandschaft entwickelt. 2019 soll nun die Beweidung mit Taurus-Rindern, Exmoor-Ponys und Wasserbüffeln beginnen.

 

Maria Busse & Nico Heitepriem:
Integratives Kulturlandschaftsmanagement am Beispiel Spreewald

Maria Busse (ZALF Müncheberg) und Nico Heitepriem (Biosphärenreservat Spreewald & Bürgerstiftung Kulturlandschaft Spreewald) arbeiten gemeinsam in der vom BMBF geförderten Innovationsgruppe ginkoo.

Anders als es der Name vermuten lässt, ist die Kulturlandschaft des Spreewalds vor allem von einer kleinteiligen landwirtschaftlichen Nutzung geprägt. Jedoch fallen gerade die für Naturschutz und Landschaftserleben besonders wertvollen aber schwer bewirtschaftbaren Wiesenstandorte aus der Nutzung. Sukzessions- und Waldflächen haben daher stark zugenommen.

(c) Johanna Benz (http://graphicrecording.cool/)

Das Verbundvorhaben ginkoo sucht daher nach Lösungen wie die Bewirtschaftung dieser Flächen durch neue Strategien der Finanzierung und Verwertung erhalten werden können. Eine Lösungsoption ist die thermische Verwertung des Wiesenheus. Eine andere Lösungsoption ist die verbesserte Finanzierung von Landschaftspflegemaßnahmen durch freiwillige Spenden aus der Bürgerschaft und der Tourismusbranche (Spendenschober/ Wiesenaktie). Für die Realisierung dieser Lösungen waren im Sinne des Makelns Aushandlungsprozesse, Beratungsangebote für Landnutzer sowie vernetzende Aktivitäten erforderlich. Zur Sensibilisierung für die thermische Heunutzung als neue Verwertungsoption, aber auch zur Verdeutlichung der besonderen Bedeutung der Wasserschlagwiesen wurden verschiedene Formate des Zeigens, wie z. B. Naturführungen, Seminare und Ausstellungen realisiert.

Besonderer Gegenstand des Forschungsvorhabens waren Untersuchungen zur Akzeptanz bei Innovationen. Denn ohne Akzeptanz können innovative Ideen nicht umgesetzt werden. Wissen über Akzeptanz ist daher notwendig für die Steuerung von Innovationsprozessen. Wichtige Faktoren und Hintergründe zur Akzeptanz wurden von Maria Busse durch die Auswertung von Interviews zu Pflegeentwicklungspools und zur thermischen Verwertung von Wiesenheu erarbeitet. So lehnte beispielsweise eine kleinere Gruppe der Befragten die thermische Verwertung aus ethischen Gründen ab. Bei der Landschaftspflege spielen hingegen Prozessgerechtigkeit, Vertrauen und Erfahrungen eine maßgebliche Rolle.

Dr. Kenneth Anders: Kulturlandschaft geltend machen –
Zehn Thesen zur Landschaftskommunikation

Als Publizist und Verleger, Leiter des Eberswalder Filmfestes „Provinziale“ und in verschiedenen Forschungsprojekten engagiert sich Dr. Kenneth Anders für vielfältige Formen und Arbeitsweisen zur Beschreibung und Qualifizierung kulturlandschaftlicher Diskurse.

Gemeinsam mit Lars Fischer war er als Büro für Landschaftskommunikation an mehreren FONA-Projekten des BMBF beteiligt und ist Teil der Innovationsgruppe stadt PARTHE land. Neben der Mitwirkung in landschaftsbezogenen Forschungsvorhaben sind Kenneth Anders und Lars Fischer seit vielen Jahren im Oderbruch aktiv. Dort gründeten sie die Akademie für Landschaftskommunikation e.V., die den Oderbuchpavillon als eine Landschaftswerkstatt für eine weitgehend selbstorganisierte Regionalentwicklung betreibt. Seit 2016 leiten sie das Oderbruch Museum Altranft – Werkstatt für ländliche Kultur.

Auf Grundlage ihrer Erfahrungen erarbeitete das Büro zum Kontext der Landschaftskommunikation zehn Thesen, die von Kenneth Anders vorgestellt und erläutert wurden.

Drei Thesen folgen hier als Beispiel:

These 4:
Trotz der ständig nachlassenden Beschäftigung in der primären Landnutzung haben viele Menschen durch ihre persönlichen Aneignungsbeziehungen qualifizierte Sichtweisen auf ihre Landschaft. Diese werden aber durch das Fehlen geeigneter diskursiver Rahmungen nicht als Beiträge für deren Gestaltung aufeinander bezogen. Somit bleiben sie für die Gesellschaft ohne Folgen.

(c) Johanna Benz (http://graphicrecording.cool/)

 

These 6:
Um einen kulturlandschaftlichen Diskurs zu stiften, müssen kontinuierlich Beiträge produziert, gesammelt und im Sinne einer regionalen Selbstbeschreibung aufeinander bezogen werden. Dadurch leistet die Landschaftskommunikation einen Beitrag zur Stärkung der Systemqualität von Kulturlandschaften und fördert die handlungsräumliche Orientierung der Menschen.

These 10:
Über die Landschaft ist unser Verhältnis zur Natur sowie unser soziales Verhältnis zueinander strukturiert. Soll beides gestaltet werden und soll diese Gestaltung als gelingender Prozess erfahrbar werden, sprechen wir von Kulturlandschaft. Kulturlandschaften sind die primäre Gestaltungsaufgabe des Menschen.

 

Podiumsdiskussion

Den Vorträgen folgte eine Podiumsdiskussion, die gleichzeitig den Abschluss der Tagungsveranstaltung am Freitag bildete. Moderiert von Lars Fischer (Büro für Landschaftskommunikation) diskutierten Christina Kretzschmar (Deutscher Verband für Landschaftspflege – Landesverband Sachsen), Rüdiger Dittmar (Amt für Stadtgrün und Gewässer der Stadt Leipzig), Prof. Gerd Aufmkolk (WGF – Beraten, Nürnberg) und Florian Etterer (stadt PARTHE land, TU Dresden) über Kulturlandschaftsmanagement. Mitunter wurde die identifikatorische Kraft von Landschaften diskutiert. Diese Wirkung geht aber auch von Städten aus und kann die landschaftliche räumliche Differenzierung überlagern. Das identifikatorische Potential einer Kulturlandschaft kann auf jeden Fall nicht vorherbestimmt werden, sondern muss bei der praktischen Tätigkeit festgestellt werden.

In jedem Falle gilt es zunächst in der Bevölkerung und bei Entscheidern die Lust zu fördern um die Potentiale von Kulturlandschaften zu nutzen. Hierfür bedarf es allgemein verständlicher Materialien und einladender Formate.

Podiumsdiskussion mit Christina Kretzschmar, Florian Etterer, Lars Fischer (Moderation), Rüdiger Dittmar und Gerd Aufmkolk (v. l. n. r.)

 

Resümee und Ausblick zur Tagung

Kulturlandschaften sind vielfältig. Wie vielfältig bereits das Begriffsverständnis von Kulturlandschaft ist, wurde während der Vorträg und Diskussionen augenscheinlich. Die Definitionen reichten von allgemeinen und wertneutralen bis hin zu selektiven und normativen Perspektiven auf Kulturlandschaft.

Unser Begriffsverständnis von stadt PARTHE land bildet hier eine gute Klammer:
Landschaft ist gegeben. Kulturlandschaft ist gewollt. Kulturlandschaft ist absichtsvoll gestaltete Landschaft und daher mit Werten (Schönheit, Vielfalt, Nachhaltigkeit) aufgeladen. Dazu gehören sowohl historisch geprägte Landschaften, deren Eigenart erhalten bleiben soll, wie auch die absichtsvolle Neugestaltung von Landschaften. Selbst wenn es widersprüchlich erscheint: Wildnisgebiete sind ebenfalls Kulturlandschaft. Denn in unseren intensiv genutzten Regionen, können diese nur entstehen, wenn man sie gezielt zulässt und in diese Entscheidung zahlreiche Akteure einbezieht.

Unser Ordnungsvorschlag zum Kulturlandschaftsmanagement (Makeln – Bewirtschaften – Zeigen) erfuhr aus unserer Sicht allgemeine Zustimmung. Der Begriff des „Makelns“ erzeugt zwar zunächst regelmäßig Irritationen, er erzeugt aber gleichzeitig auch Aufmerksamkeit und findet nach kurzer Erläuterung schnell Zustimmung. Die einfache Gliederung in drei Hauptfelder scheint ebenso eine vollständige Auflistung sämtlicher Aktivitäten eines Kulturlandschaftsmanagements zu ermöglichen.

Ergebnisse und Inhalte der Tagung, werden in einer Publikation zusammengefasst, die voraussichtlich im Herbst 2019 im oekom Verlag erscheinen wird.

(c) Johanna Benz (http://graphicrecording.cool/)

 

Kulturlandschaft ist vielfältig (Johanna Benz, 2019)