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Naturschutzkonforme Grünlandbewirtschaftung

Ziel

Ziel ist die Entwicklung einer Verbundlösung für eine effiziente, langfristige und naturschutzkonforme Grünlandbewirtschaftung bei gleichzeitiger Sicherung ihrer besonderen Funktionen für den Naturhaushalt (Lebensraum, Retentionsflächen, besondere Ausprägung/Bedeutung innerhalb Europas).

 

In diesem Zusammenhang sollen folgende Fragestellungen beantwortet werden:

  • Wie können Pflegebedarf, -aufwand und verwertbares Schnittgut effizient ermittelt werden?
  • Welche naturschutzrechtlichen Vorgaben und Strategien sind im Kontext der Bewirtschaftung zu beachten?
  • Welche Bewirtschaftung ist wie und wo sinnvoll und realisierbar?
  • Wie können Bewirtschaftungsmaßnahmen durch Kooperationen und den Einsatz von Spezialtechnik/Beweidung optimiert werden (Vernässungsbereiche)?
  • Wie können durch eine Koordination der zahlreichen Akteure, Interessen und Anforderungen positive Impulse für eine naturschutzkonforme Grünlandbewirtschaftung erzeugt werden?
  • Wie können Bewirtschaftungsweisen durch regionale Verwertung/Vermarktung wertschöpfend wirksam werden?
  • Wie können Artenverarmung und Flächenverlust minimiert werden?
  • Welcher Umgang mit Grünsplitterflächen (Verbuschungseffekte/Sukzession/Biotopverlust) ist zukünftig sinnvoll bzw. notwendig?
  • Welchen Beitrag können Produktionsintegrierte Kompensationsmaßnahmen (PIK) auf Grünlandflächen leisten?
  • Können PIK einen Beitrag zur Wertschöpfung auf Grünland leisten?
Mahdgutübertrag in den Plaußiger Wiesen (Foto: S. Fritzsch, 09/2016)

Mahdgutübertrag in den Plaußiger Wiesen (Foto: S. Fritzsch, 09/2016)

Zeitschiene & Herangehensweise

Um das Ziel der Erprobung und Entwicklung innovativer Bewirtschaftungskonzepte und akteursorientierter Dienstleistungsangebote im Kulturlandschaftsmanagement zu realisieren sind folgende Arbeitsschritte notwendig:

  • Ermittlung der Flächeneigentümer und Bewirtschafter inklusive vertiefender Analyse deren Bedürfnisse, Probleme und Interessenslagen inklusive der Ermittlung weiterer potentieller Interessenten an extensiver Grünlandbewirtschaftung unter Einbeziehung der zuständigen Fachbehörden
  • Weiterentwicklung der planerischen Grundlagen und Abstimmung eines Rahmenkonzeptes für eine naturschutzkonforme Grünlandbewirtschaftung
  • Identifikation von Kernbereichen unter Berücksichtigung von naturschutzfachlichem Wert, Wirtschaftlichkeit, Akteursbereitschaft, Flächenverfügbarkeit und partizipative Festlegung von Schlüsselprojekten
  • Optimierung der Wertschöpfungsmöglichkeiten und der Effizienz durch eine bessere Vermarktung und Erschließung von Finanzierungs- und Fördermöglichkeiten
  • Beispielhafte Umsetzung und Erprobung auf ca. 30 ha von Teilen des Rahmenkonzeptes (z.B. angepasste Bewirtschaftung teils vernässter Bereiche)
  • Naturschutzfachliche und ökonomische Evaluierung bestehender und neu initiierter Maßnahmen
  • Verstetigung und Ausweitung des Maßnahmenverbundes gemäß Rahmenkonzept.

Unsere Arbeitsschritte in 2015:

  • Beratung und Vernetzung sowie Kontaktaufbau zu Bewirtschaftern des Grünlandes im Partheland
  • Erarbeitung eines konzeptionellen Ansatzes aufbauend auf der Auswertung von
    – bisherigen Praxisbeispielen in Deutschland (Recherche),
    – Einzelbeispielen im Partheland (Weinbergwiese, Schäferei Doppelstein und BuffaloRanch Neukieritzsch)
    – bisherigen Erfahrungen verschiedener Akteure (LPV Nordwestsachsen, einzelne Landwirte, Kommunen, etc.)
  • Erarbeitung eines Rahmenkonzeptes für das Grünland im Partheland (Ende 2015)
  • Entwicklung von Methoden für eine effiziente Erfassung und Bewertung/Untergliederung/Kategorisierung von Grünlandflächen
  • Kommunikation des bisherigen Arbeitsstandes und Forschungsgegenstand sowie Problemdarstellungen (Runder Tisch: November)
  • Auswahl und Festlegung von Maßnahmetypen zur Realisierung von PIK auf Grünland in enger Abstimmung mit den Bewirtschaftern

Ein erster Ausblick auf unsere Arbeit ab 2016:

  • Anpassung und Weiterentwicklung von Koordinationsstrukturen für eine naturschutzkonforme Grünlandbewirtschaftung im Partheland (kontinuierlich über die gesamte Projektlaufzeit)
  • Erarbeitung und Kommunikation des Ressourcenpotentials Grünland für das Partheland im Kontext der naturschutzrelevanten Vorgaben und wertschöpfender Potentiale (Förderung)
  • Evaluierung von Maßnahmen

 

Kleinstfläche bei Borsdorf

Kleinstfläche bei Borsdorf

 

Angestrebte Ergebnisse & Produkte

Was wir versprechen – für die Region:

  • Darstellung der Grünlandsituation im Partheland: Konflikte – Prognosen – Potentiale
  • Teil-Beitrag zur produktPARTHEkarte: Verortung von Produzenten und Produkten aus dem Partheland
  • abgestimmtes Rahmenkonzept zur naturschutzkonformen Grünlandbewirtschaftung
  • Entwicklung von Akteursnetzwerken und Organisationsstrukturen
  • Erstellung einer Arbeitshilfe „Produktionsintegrierte Kompensation (PIK) in der Praxis: Potentiale – Grenzen – Anforderungen – Empfehlungen“

Was wir versprechen – für die Wissenschaft:

  • Neue Methoden zur Erfassung und Bewertung von Grünland. Prognosen zur zukünftigen Entwicklung der Grünlandflächen (zunehmende/stagnierende Vernässung)
  • Broschüre – Kulturlandschaft entlang der Gradiente: Kulturlandschaftspflege zwischen Stadt und ländlichem Raum. (Teilkapitel)
  • Beispielhaft umgesetzte und dokumentierte Lösungsansätze (z.B. Feuchtweideverbund, Pflegeansätze für ausgewählte FFH-Lebensraumtypen)
  • Entwicklung eines GIS-basierten Datenmodells für das Monitoring und die Maßnahmenplanung von PIK auf Grünlandflächen
  • Ansätze zur Entwicklung und Umsetzung von PIK auf Grünlandflächen

Worum wir uns bemühen – für die Region:

  • Beratung und Unterstützung von Bewirtschaftern/ Vernetzung von interessengleichen Akteuren
  • Umsetzung und Verstetigung eines Verbundprojektes für eine naturschutzkonforme Grünlandbewirtschaftung
  • Optimierung der regionalen Wertschöpfungsmöglichkeiten
  • Ableitung von Erfolgsfaktoren für das Kulturlandschaftsmanagement im Partheland

 

Bearbeitung

Zweckverband Parthenaue:
Kommunikation mit und Koordination der zahlreichen Akteure

Prof. Hellriegel Institut e.V.:
Weiterentwicklung der vorliegenden Rahmenkonzepte und Begleitung des Monitorings

Zielgruppen:

  • Stiftung Partheland in Sehlis
  • Agrarbetriebe und Reiterhöfe im Partheland
  • Eigentümer
  • Bauhöfe, kommunale Eigenbetriebe und Zweckverbände
  • Landschaftspflegeverbände
  • Landwirtschafts- und Naturschutzbehörden
  • Beteiligte Kommunen
  • Sächsischer Landesbauernverband Leipzig

 

Kontakt / Ansprechpartner

Axel Weinert (Zweckverband Parthenaue)
Plaußiger Dorfstraße 23
04349 Leipzig
gruenland@stadtpartheland.de




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