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Verwertung von Reststoffen aus der Kulturlandschaftspflege

Ziel

Ziel ist eine optimierte und regionale Verwertung von organischen Reststoffen aus der Kulturlandschaftspflege zur Verbesserung der regionalen Wertschöpfung und zur Reduzierung von klimarelevanten Treibhausgasemissionen. Hierzu wird ein dynamisches Verbundkonzept erarbeitet, das einerseits die zahlreichen verstreut anfallenden Biomassen, anderseits die ebenso zahlreichen Akteure bündelt und mehrere Lösungsvarianten für eine effiziente Verwertung (stofflich wie energetisch) von Reststoffen aus der Kulturlandschaftspflege anbietet. Dadurch soll die Wirtschaftlichkeit der Kulturlandschaftspflege verbessert, aber auch Kleinstmengen (z. B. Grünschnitt aus Kleingärten) effizient gesammelt und somit für eine optimierte Verwertung mobilisiert werden.

In diesem Zusammenhang versuchen wir folgende Fragestellungen zu beantworten:

Wie kann das Aufkommen der unterschiedlichen Reststoffe unter Berücksichtigung ihres zeitlichen und örtlichen Anfalls effizient erfasst werden?

Wie kann eine naturschutzkonforme und zugleich wirtschaftlich tragfähige Nutzung nachhaltig ermöglicht werden?

Welche Synergieeffekte lassen sich durch eine Bündelung von Reststoffen aus der Kulturlandschaftspflege mit anderen im städtischen Bereich anfallenden organischen Reststoffen erzielen?

Welche Rahmenbedingungen sind für eine ökonomisch effiziente Bewirtschaftung der Reststoffe (Masse, Verwertbarkeit, Ernte-/Verwertungstechnik, regionale Abnehmer) entscheidend bzw. noch zu schaffen?

Welche Möglichkeiten bestehen, durch kooperative Modelle sowie die Kombination von Finanzierungsstrategien die Wirtschaftlichkeit der Nutzung zu erhöhen?

 

Der Mariannenpark in Leipzig (Foto: F. Etterer, 2015)

Der Mariannenpark in Leipzig: Wie kann das Schnittgut aus der Grünflächenpflege effizient verwertet werden? (Foto: F. Etterer, 2015)

 

Zeitschiene & Herangehensweise

Unsere Arbeitsschritte in 2015:

  • Identifizierung der im Untersuchungsgebiet anfallenden organischen Reststoffarten
  • Lokalisierung der Reststoffquellen und Erfassung der bestehenden Stoffströme
  • Analyse des Bestandes an Umschlagsplätzen und Verwertungsanlagen
  • Berechnung der Reststoffpotenziale
  • Identifizierung von Konkurrenzen um Flächen sowie zwischen stofflicher und energetischer Nutzung
  • Wirtschaftliche Bewertung der bisherigen Verwertung/Entsorgung von Reststoffen, Prüfung von Synergien durch Bündelung mehrerer Stoffströme
  • Abgleich mit Best-Practice-Beispielen, Prüfung der Übertragbarkeit auf die Untersuchungsregion
  • Entwicklung und Multikriterielle Bewertung erster Optimierungsansätze
  • Multikriterielle Bewertung des regionalen Mehrwertes der Biomassenutzung
  • Kommunikation des Arbeitstandes und Diskussion erster Lösungsansätze mit Schlüsselakteuren/Experten

Ein erster Ausblick auf unsere Arbeit ab 2016:

  • Weitere Vervollständigung der Daten zum Mengenaufkommen sowie zur Wirtschaftlichkeit der bisherigen Verwertungs-/Entsorgungswege
  • Workshop zur Weiterbildung ortsansässiger Akteure zu kleintechnischen Ansätzen der Biomasseverwertung in Kooperation mit dem Leipziger Bioenergienetzwerk
  • Erarbeitung eines Verbundkonzeptes für eine Mobilisierung und optimierte regionale Verwertung von organischen Reststoffen aus der Kulturlandschaftspflege
  • Schwerpunkt ab 2017: Beispielhafte Vorbereitung, Erprobung und Umsetzung erster regionaler Verwertungskonzepte in Kooperation mit regionalen Partnern

 

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Biotopflächenpflege durch den ZV Parthenaue im Abtnaundorfer Park (Foto: T. Wilke)

 

Angestrebte Ergebnisse & Produkte

Was wir versprechen – für die Region:

  • Erarbeitung eines regionalen Verbundkonzeptes, das insbesondere zur wirtschaftlichen Mobilisierung und Bündelung von Reststoffströmen des Parthelandes, den regionalen Verwertungsmöglichkeiten sowie hierfür geeigneten technischen Verfahren, Finanzierungsmöglichkeiten und rechtlichen Rahmenbedingungen belastbare Aussagen trifft.
  • Aufbau von Grundlagen für eine Umsetzung und Verstetigung des Nutzungskonzeptes

Was wir versprechen – für die Wissenschaft:

  • organisatorische und strukturelle als auch technologische Innovationsansätze

 

Worum wir uns bemühen – für die Region:

  • Umsetzung und Verstetigung des Nutzungskonzeptes mit regionalen Akteuren

Worum wir uns bemühen – für die Wissenschaft:

  • Ableitung von Erfolgsfaktoren für das Reststoffmanagement

 

Bearbeitung

Grüner Ring Leipzig
(vertreten durch das Amt für Stadtgrün und Gewässer der Stadt Leipzig)

Deutsches Biomasseforschungszentrum gemeinnützige GmbH (DBFZ)

 

Kontakt / Ansprechpartner

Nadine Zimmer
Grüner Ring Leipzig (vertreten durch das Amt für Stadtgrün und Gewässer der Stadt Leipzig)
Prager Str. 118 – 136
04317 Leipzig
nadine.zimmer@leipzig.de

 




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